Fraktionsvorsitzender
Ausschuss für Tourismus und Freizeit
Sportstättenbeirat
Arbeitskreis Stadthalle
Arbeitskreis Sporthalle
Finanz- und
Verwaltungsausschuss
Stellvertreterin des
Bürgermeisters
Altenhilfe- und Sozialausschuss
Ausschuss für Stadtgestaltungsfragen (Vertreterin)
Bauausschuss Feuerwehr und Bauhof
Gemeinsamer Ausschuss des Mittelzentrums
Haslach-Hausach-Wolfach
40 Jahre lang hat Hubert
Ziegler als Stadtrat im Hornberger Rathaus
über die Entwicklung der Stadt
mitentschieden.
Nun zieht er sich leise
zurück und macht Jüngeren Platz.
Foto: Gräff
Foto: Schwarzwälder-Bote
Thomas Weißer
Foto: Bernd Laages
Foto: Bernd Laages
Foto: Fritz Gebauer
Hubert Ziegler (li.) wurde für seine Verdienste in 26 Jahren als
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hornberg zum
Ehrenvorsitzenden ernannt. Peter Gramkau gratulierte.
Foto: Fritz Gebauer
Peter Weiß und
Albert Heiden (3.u.4.v.li.) wurden für ihre 25jährige Mitgliedschaft in
der SPD geehrt. Mit auf dem Foto
Andreas Raschke (v.li.) Peter Gramkau, Hubert Ziegler und Karl-Rainer
Kopf.
An
dieser Veranstaltung haben auch Hornberger SPD-Mitglieder
teilgenommen. Der Artikel ist dem Offenburger Tageblatt vom
06.02.2012 entnommen. Text und Foto:
Erich Fakler
Kurzer Kommentar
Die Veranstaltung über "Bildungsaufbruch in den
Schulen von Baden-Württemberg" war sehr informativ.
Christoph Bayer hat einen detaillierten Überblick
über das zukünftige Schulsystem in Baden-Württemberg
vorgestellt. Besonders interessant waren seine
Bemerkungen im Hinblick auf die Gemeinschaftsschule
als "Schule der Zukunft", in der alle Kinder, gleich
welcher sozialen und gesellschaftlichen Herkunft,
gefördert und gefordert werden. Dazu ist eine Menge
Geld für Schulräume in sogenannte Lerninseln,
Lehrpersonal, technische Einrichtungen z.B.
Computer-und Werkräume, Küche und Mensa oder auch
Freizeiteinrichtungen der verschiedensten Art nötig.
Die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ist
freiwillig und ist eine verpflichtende
Ganztagesschule mit Hausaufgabenbetreuung.
Schwerpunkt dieser Schulart ist das gemeinsame,
längere Lernen. An der Gemeinschaftsschule sind, und
das ist ganz wichtig, alle bisherigen
Schulabschlüsse möglich, vom Hauptschulabschluss,
Mittlerem Bildungsabschluss bis zum Abitur. Zur
Umsetzung dieses Vorhabens muss die Landesregierung
eine Menge Geld in die Hand nehmen, das kurzfristig
nicht zur Verfügung steht.
Deshalb gehen zum kommenden Schuljahr erstmals
solche Schulen (34 an der Zahl) an den Start, die
bisher bereits nach ähnlichen pädagogischen
Unterrichtsmethoden Erfahrungen gesammelt haben.
Rainer Hinderer: es ist ein ehrgeiziges aber
machbares Ziel. In Zukunft darf kein Kind mehr auf
der Strecke bleiben.
Für den Ausbau der
Kindertagesbetreuung für die 0- bis 3-Jährigen bekommt
Hornberg zusätzlich rund 27 000 Euro
Die SPD-Fraktion Hornberg
freut sich über den Pakt für Familien mit Kindern, den die
grün-rote Landesregierung mit den kommunalen Landesverbänden
beschlossen hat. Hierdurch bekäme Hornberg allein im Jahr
2012 27 000 Euro mehr für die Betreuung von 0- bis
3-Jährigen in Kindertageseinrichtungen, gibt der
Fraktionsvorsitzende Rolf Hess bekannt. Zusätzlich bekäme
die Ortenau 785 000 Euro mehr an Zuweisungen für den Ausbau
der Betreuung durch Tageseltern.
Damit, so Rolf Hess,
mache die grün-rote Landesregierung ernst mit ihrer
Ankündigung, sich für junge Familien und für die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzusetzen: „Die
grün-rote Landesregierung hält Wort und setzt die von der
SPD versprochene Unterstützung junger Familien um. Hornberg
sei es nun möglich, mit dem zusätzlichen Geld vom Land die
Kleinkindbetreuung auszubauen. Damit sei ein Schritt getan,
Baden-Württemberg kinder- und familienfreundlicher zu
machen. Die alte schwarz-gelbe Regierung habe leider auch
aus ideologischen Gründen im Bereich der Kinderbetreuung
vieles versäumt. Hier werde nun sichtbar, dass die SPD
zusammen mit den Grünen einen Politikwechsel eingeläutet
habe.
Die Vereinbarung zwischen
Land und Kommunen sieht vor, dass im Jahr 2012 vom Land
insgesamt 43 000 Euro für die Kleinkindbetreuung nach
Hornberg fließen. Daneben würden ab dem Kindergartenjahr
2012/2013 zusätzliche Mittel für die Sprachförderung im
Kindergarten (3 bis 6 Jahre) vom Land zur Verfügung stehen.
zur Kampagne der CDU gegen die
Polizeistrukturreform
SPD Hornberg stellt sich
hinter Polizeistrukturreform von Innenminister Reinhold Gall
Reform stärkt bürgernahe Polizei –
Kritik der CDU fadenscheinig und unangemessen
Die SPD Hornberg hält die
von Innenminister Reinhold Gall (SPD) geplante
Polizeistrukturreform für „notwendig und richtig“. „Anders
als bisherige Reformen, bei denen es sich nur um verkappte
Stelleneinsparungsprogramme gehandelt hat, kommen durch
diese Reform erschlossene Synergien ausschließlich der
Polizei zugute“, erklärte der Vorsitzende Dieter
Müller. Es gehe darum, eine leistungsstarke und
zugleich bürgernahe Polizei zu gewährleisten und die
Struktur für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.
Gesellschaftliche Veränderungen und knappe Haushaltsmittel
erforderten eine Anpassung der bestehenden
Organisationsstruktur.
Die Kritik der CDU an den Eckpunkten des
Innenministers nannte Müller „fadenscheinig und unangemessen“. Die CDU habe in ihrer eigenen Regierungszeit
über Jahre hinweg massiven Stellenabbau bei der Polizei
betrieben, Reviere zusammengelegt und damit die
Polizeiarbeit bis an die Grenze ihrer Handlungsfähigkeit
geschwächt. Im Jahr 2005 wurden 200 von 578 Polizeiposten
unter anderen auch Hornberg, geschlossen oder
zusammengelegt. „Die CDU sollte lieber Asche auf ihr Haupt
streuen, statt sich als Hüter der Polizeipräsenz auf der
Straße und im ländlichen Raum aufzuspielen“, unterstrich
Müller. Auch sei es so, dass die Vorschläge für die jetzige
Reform, im Gegensatz zu den CDU- Reformen, aus der Polizei
selber kämen und nicht von oben verordnet seien. Es handele
sich um eine Reform „von der Polizei, für die Polizei“.
„Die Projektgruppe hat erhebliche
Einsparpotenziale gefunden und genutzt“, sagte Müller.
„Bislang ist die Polizei zu kleinteilig organisiert und es
gibt zu viel Personal im Führungsbereich sowie der
Administration.“ Ferner seien die Unterschiede zwischen den
einzelnen Polizeidirektionen in Bezug auf Größe,
Leistungsfähigkeit und Flexibilität zu groß. Daraus ergebe
sich erhebliches Optimierungspotenzial.
Der Vorwurf der CDU, dass zukünftig die
Ansprechpartner vor Ort fehlen sollen, geht nach Ansicht von
Müller ins Leere. „Wer das behauptet, zeigt, dass er sich
mit den Eckpunkten nicht auseinander gesetzt hat.“. Die
Strukturreform soll - anders als andere Reformen in der
Vergangenheit - nicht dazu dienen, Stellen bei der Polizei
einzusparen. Die bei der Umsetzung der Reform
voraussichtlich freiwerdenden Stellen (errechnet wurden ca.
650 Stellen im Polizeivollzugsdienst und 240 Stellen beim
Nichtvollzugspersonal) sollen vielmehr eins zu eins der
Polizei erhalten bleiben zur Verstärkung der
Basisdienststellen (Polizeireviere, -posten und
Kriminalpolizei). An den Polizeiposten und Polizeirevieren
werde durch die Reform nicht gerüttelt. „Diesen zentralen
Punkt übergehen die Kritiker einfach ", stellte Müller
fest.
Unmut wird von Seiten der CDU auch wegen
der Schließung der Kriminalpolizei- Außenstellen geäußert.
Diese sei jedoch Voraussetzung für die Verbesserung der
Situation der Kriminalpolizei. Mit der Einrichtung eines
Kriminaldauerdiensts bei den regionalen Polizeipräsidien
werde die Qualität beim ersten Angriff erhöht, so dass
frühzeitig kriminalpolizeiliches Know-how bei der Aufnahme
bestimmter Delikte zur Verfügung steht. Dies sei heute in
derselben Art und Weise nicht gewährleistet, zumal die
Kriminalpolizei-Außenstellen regelmäßig nur zu den üblichen
Bürozeiten für die Bürger da sind. Zur Gewährleistung der
kriminalpolizeilichen Präsenz in der Fläche sollen zudem
grundsätzlich an den bisherigen Standorten der
Kriminalpolizei (Polizeidirektion, Polizeipräsidium)
bedarfsabhängig Kriminalkommissariate eingerichtet werden.
Mit "Standing-Ovationes" ist Hubert Ziegler am Mittwochabend im
Sitzungssaal des Rathauses von seinen Ratskollegen, der Verwaltung
und einer großen Zahl an Zuhörern als Stadtrat verabschiedet worden.
Geehrt wurde Ziegler unter anderem mit der Bürgermedaille in Gold.
Bürgermeister Siegfried
Scheffold hob in seiner Laudatio das Wirken Zieglers hervor. "Es war
immer eine Freude für mich, mit Ihnen zu arbeiten", betonte
Scheffold. Und Zusammenarbeit gab es auf verschiedenen Feldern.
Neben seinen politischen und sozialen Ämtern war Hubert Ziegler im
Hauptberuf Lehrer und von 1997 bis 2004 Rektor der
Wilhelm-Hausenstein-Schule.
"Gleich bei Ihrem Amtsantritt
als Gemeinderat 1971 ging es turbulent zu", erinnerte Scheffold und
nannte die Eingemeindung Niederwassers, die Gründung des
Abwasser-Zweckverbands Hausach-Hornberg oder die gesicherte
Wasserversorgung "Kleine Kinzig" 1972. Emotional geführte
Diskussionen gingen dem Abriss des Alten Schlosses 1976 voraus. "Da
gab es damals teils heftige verbale Angriffe auf
Gemeinderatsmitglieder", so Scheffold.
Höhepunkte in Zieglers Zeit
als Gemeinderat seien zweifellos der Bau des Tunnels und die
Innenstadtsanierung gewesen. "Gemeinderatsarbeit bedarf guter
Strategien, einem langem Atem und einer guten Vorbereitung", fasste
Scheffold zusammen. Ziegler habe demnach über vier Jahrzehnte lang
zu den prägenden Köpfen der Stadtpolitik gehört und sei insgesamt
achtmal wiedergewählt worden, mit immer mehr Stimmen, betonte
Scheffold: "Sie sind ein Musterbeispiel für einen engagierten
Stadtrat, Ihr Rat war und ist auch weiter gefragt."
Für seine langjährigen
hervorragenden Dienste in der Kommunalpolitik und in verschiedenen
sozialen Bereichen wurde Ziegler vom Rathauschef mit der
"Bürgermedaille in Gold" der Stadt Hornberg sowie der Ehrennadel des
Gemeindetags Baden-Württemberg ausgezeichnet. Thomas Weißer (FW)
sprach als "Fraktionssprecher, der am längsten mit Ziegler
zusammenarbeitete", für den Gemeinderat. Er sagte, dass er gerade
elf Jahre alt war, als Ziegler in den Gemeinderat gewählt worden
sei.
Er bedankte sich für die gute
fraktionsübergreifende Zusammenarbeit in den vergangenen 18 Jahren
und nannte Ziegler einen "kompetenten und fairen Kollegen, der es
immer verstanden hat, zu heftige Wogen bei Diskussionen zu glätten."
Minutenlanger stehender Applaus aller Anwesenden unterstrichen die
Wertschätzung Zieglers. Der so Geehrte fasste seine Gefühle kurz und
knapp zusammen: "Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt." Für ihn, so
Ziegler, gehöre der Erhalt der Hauptschule und der achtungsvolle
Umgang im Gremium mit zu den schönsten Erinnerungen in seiner
Ratszeit. Er wünschte der Stadt und den Ortsteilen eine positive
Weiterentwicklung und, dass ihr "das Pulver" nie ausgehen möge.
Seine Gemeinderatskollegen bat Ziegler,
sich "stets durch Sachlichkeit und das Ringen um bestmögliche
Lösungen" auszuzeichnen, allerdings "nicht ohne ein gewisses Maß an
Temperament und Leidenschaft.
Margarethe Ziegler
Foto: Bernd Laages
Hubert Ziegler (rechts) wurde von
Bürgermeister Scheffold geehrt, und Margarethe
Ziegler
dankte er mit einem Blumenstrauß für die
Unterstützung ihres Ehemanns.
Foto: Gräff
Foto: Schwarzwälder-Bote
(Artikel und Bild genehmigt; Mit freundlicher
Genehmigung von Herrn Gebauer, Schwarzwälder Bote)
Hornberg. In der
Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Hornberg am Mittwochabend
im »Tannhäuser« gab es an der Führungsspitze einen Stabwechsel.
Hubert Ziegler (Jahrgang 1941), seit 26 Jahren engagierter
Vorsitzender der Hornberger Sozialdemokraten, hatte um Ablösung
gebeten und die Versammlung wählte Dieter Müller (Jahrgang 1951) zu
seinem Nachfolger. Ziegler wurde für seine Verdienste zum
Ehrenvorsitzenden ernannt.
Mit Teilnehmern aus
allen benachbarten SPD-Ortsvereinen war dieser Veranstaltung ein
volles Haus beschieden. Herzlich begrüßt wurden hier auch
Karl-Rainer Kopf, stellvertretender Kreisvorsitzender der
Ortenau-SPD sowie Andreas Raschke, der Vorsitzende des
Schwarzwal-Baar-Kreisverbands.
Nach seiner
eindringlichen Aufforderung, am Sonntag an der Volksabstimmung
teilzunehmen, hielt Hubert Ziegler Rückschau auf Ereignisse und
Highlights der vergangenen 26 Jahre. Dabei brachte er auch mahnend
die Leitsätze der letzten Klausurtagung in Erinnerung: Kräfte
einschätzen, Teamgeist pflegen, Talente entfalten, heute
Perspektiven für morgen schaffen. »Parteiarbeit ist kein
Selbstzweck, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe«.
Kassenverwalter Alfons
Robertz gab Einblick in die Finanzen des Ortsvereins, dann folgten
die Berichte der Vorstandsmitglieder. Hendrik Haas informierte über
die Aktivitäten des Kommunalpolitischen Ausschusses, Rolf Hess
brachte als Fraktionsvorsitzender Schwerpunkte aus der
Gemeinderatsarbeit in Erinnerung, Hans Hildbrand und Franz Böckl
gingen auf das kommunalpolitische Geschehen in den Ortsteilen ein.
Peter Gramkau und Sabine Scholz gaben Kunde vom Wirken der AfA
(Arbeitnehmerfragen) und der AG 60plus.
Die Vorstandswahlen
bestätigten Dieter Müller bei einer Stimmenthaltung als neuen
Vorsitzenden. Müller, der bekanntlich auch Vorsitzender des
DGB-Ortskartells Hornberg ist, konnte wegen eines Arbeitsunfalls
nicht persönlich anwesend sein, hatte aber seine Zustimmung
signalisiert. Peter Gramkau wurde als Stellverteter bestätigt,
ebenso Kassierer Alfons Robertz, Schriftführerin Claudia Müller,
Bildungsobmann Hans Hildbrand. Karin Pätzold übernahm als
Nachfolgerin von Dieter Sapia das Amt der stellvertretenden
Pressewartin. Als Beisitzer fungieren Detlef Behrend, Franz Böckl,
Helmut Epting, Bernd Laages, Klaus Lauble, Eva Laumann, Günter
Mader, Petra Streif und Hubert Ziegler.
Als Kreisdelegierte
wurden Peter Gramkau, Dieter Müller, Dieter Sapia gewählt,
Ersatzdelegierte sind Karin Pätzold, Sabine Scholz, Hubert Ziegler
und Margareta Ziegler.
Als Peter Gramkau am
Ende der Neuwahlen mit einer sehr herzlich gehaltenen Laudatio die
besonderen politischen Verdienste und die gesamte Persönlichkeit des
bisherigen Vorsitzenden Hubert Ziegler würdigte, erhoben sich die
Anwesenden und bereiteten dem Genannten langanhaltende Ovationen.
Viele Erinnerungen wurden wach, vor allem Bernd Salzmann (Hausach)
konnte zahlreiche, humorvoll geschilderte Begebnisse zum Besten
geben. Demnach hatte Hubert Ziegler bei den Parteifreunden auch eine
ganze Reihe von Attributen, wie »der rote Fels im schwarzen Meer«
oder »die zentrale Servicenummer der SPD im Kinzigtal« und liebevoll
auch »SPD-Frontschwein«. Von Elvira Drobinski-Weiß wurde das Lob
übermittelt, Hubert Ziegler sei ein »Kümmerer«, jemand, der sich
zuverlässig um alles kümmert.-
Beifall gab es dann
auch, als Hubert Ziegler dem neuen SPD-Mitglied Rolf Hess das
Parteibuch überreichte und als Albert Heiden, Peter Weiß und Dietmar
Roth –Letzterer in Abwesenheit- für ihre 25jährige Mitgliedschaft in
der SPD geehrt wurden.
Den Abschluss bildete
ein Referat von Hans Hildbrand über Naturschutzfragen, das sich mit
dem FFH (Fauna-Flora-Habitat) und dem Nationalpark befasste. Hierzu
soll es noch eine gesonderte Veranstaltung geben.
Das aussagekräftige Leitmotiv der politischen
Arbeit der AfA lautet: Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit.
Im September wurde in der Jahreshauptversammlung
der AfA in Offenburg der Vorstand neu gewählt. Ihm gehören an (von links
nach rechts): Wolfgang Beyer (Stellvertreter, Hohberg), Uwe Hengherr
(Vorsitzender, Kehl), Dieter Müller (Stellvertreter, Hornberg), Peter
Gramkau (Beisitzer, Hornberg) , Erdi Ayhan (Stellvertreter, Renchen).
SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, gleichzeitig
Generalsekretärin der Landes- SPD referierte zum Thema „Die Würde der
Arbeit“.
Bild: SPD Hornberg
Bundestagsabgeordneter Gernot Erler spricht klare Worte
Foto: SPD Hornberg
Unter der Moderation von Bernd Laages (links) diskutierten Vertreter
von
Sozialverbänden und Senioren über das "Seniorengerechte
Hornberg". Foto:
Gräff
Gernot Erler,
Staatminister a.D., Stellvertretender Vorsitzender der
SPD-Bundestagsfraktion und Ostexperte ist parteiübergreifend ein
anerkannter Kenner der russischen Geschichte und der gegenwärtigen
Außenpolitik der Russischen Förderation. Nach dem Zerfall der ehemaligen
Sowjetunion übt ab 1992 diese Förderation die völkerrechtlichen Rechte
und Pflichten der ehemaligen Sowjetunion aus. Gernot Erler sprach zum
Thema: „Moskau auf neuen Wegen? – Russlands Politik mit Deutschland und
den osteuropäischen Nachbarn“.
Ein Willkommensgruß des
Vorsitzenden Hubert Ziegler im voll besetzten Nebensaal des „Tannhäuser“
galt nicht nur dem Gastredner, sondern auch dem SPD- Kreisvorsitzenden
des Schwarzwald- Baar- Kreises Andreas Raschke aus Bad-Dürrheim und dem
Vorstandsmitglied der SPD-Ortenau Manfred Maurer aus Wolfach sowie
Vertretern der Ortsvereine Gutach, Wolfach, Triberg, Niedereschach, Bad
Dürrheim, Villingen-Schwenningen, Furtwangen und Schönwald.
Das Bild der russischen
Politik erscheine, so Gernot Erler, in und außerhalb Russlands konträr.
Während Westeuropa in Boris Jelzin einen verlässlichen Partner gesehen
habe, sei er in seinem Land eher unbeliebt gewesen. Putin werde im
Westen eher kritisch gesehen, daheim dagegen sei er als
Durchsetzungsfähiger anerkannt. Er habe trotz aller Schwierigkeiten für
einen Aufschwung und wachsende Reallöhne gesorgt.
Auch den politischen
Stil und den demokratischen Prozess dürfe man nicht nach unseren
Maßstäben messen. Es fänden zwar freie Wahlen statt, doch den
oppositionellen Parteien werde es sehr schwer gemacht, sich überhaupt
zur Wahl aufstellen zu lassen. In Russland werde darüber hinaus
traditionell die Partei des Präsidenten gewählt, sodass es nicht
wundere, wenn diese die absolute Mehrheit erhalte.
Die schwierigen
Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten und dem Westen hätten Russland nach
dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in eine gewisse Isolation geführt.
Erst Barack Obama habe
gegenüber Russland eine Politik eingeleitet, die auf Partnerschaft und
nicht auf Überlegenheit setze. Diese Politik auf Augenhöhe habe auch
dazu geführt, dass sich die Beziehungen zu den neuen Nachbarstaaten, die
mehr oder weniger prowestlich orientiert seien, verbesserten. Dies sei
auch von Vorteil für die EU und für Deutschland.
Die deutsche Wirtschaft
liefere derzeit Güter für 53 Milliarden Euro nach Russland. Auch habe
Deutschland ein hohes Interesse an der sicheren Lieferung von Erdgas
(35%) und Erdöl.
Russland dagegen sei
interessiert an moderner Technologie, verbesserter Infrastruktur und
Entwicklung demokratischer Strukturen. Hier sei eine strategische
Partnerschaft angezeigt zum Wohle beider Staaten; dies ebenso im
kulturellen Bereich, z.B. dem Jugendaustausch.
Abschließend hob Gernot
Erler hervor, dass Russland auf einem guten Weg sei, ein moderner Staat
zu werden. Doch das benötige Zeit.
In der anschließenden
sachlichen Diskussion wurden folgende Punkte aufgegriffen: Verhältnis
Russland- China, neuer Mittelstand, einseitige Wirtschaftskraft Öl und
Gas, Investitionen in industrielle und landwirtschaftliche Entwicklung.
„ Der traditionelle
´Hock beim Hans´ im Frombachtal ist für den SPD-Ortsverein immer der
Auftakt für die politische Arbeit des zweiten Halbjahres“,so Vorsitzender Hubert Ziegler bei dem 25. gemütlichen Treff der SPD auf
dem Hasenhof. Sein Gruß galt nicht nur den Gästen aus Hornberg,
sondern auch denen aus Gutach, Wolfach, Triberg, Schönwald, Königsfeld,
Villingen-Schwenningen und Bad Dürrheim. Der ehemalige
Bundestagsabgeordnete Peter Dressen aus Emmendingen und der ehemalige
Landtagsabgeordnete Dr. Walter Caroli aus Lahr ließen es sich ebenfalls
nicht nehmen, aus alter Verbundenheit zu ihren alten Wahlkreisen beim
traditionellen Hock in Hornberg anwesend zu sein.
In ihren kurzen
Grußworten betonten beide, dass sie weiterhin vor Ort sozial und
politisch aktiv seien, so Peter Dressen bei der Arbeiterwohlfahrt
und Walter Caroli als Stadt- und Kreisrat. Stellvertretend für die
Ortsvereine dankte Ortsvereinsvorsitzender Ralf Mauscherning aus Triberg
für die Einladung und hob hervor, wie wichtig die gut
nachbarschaftlichen Beziehungen für die politische Arbeit seien. Gerade
die auswärtigen Besucher
konnten vom Hofbesitzer in Erfahrung bringen, wie flexibel und
anpassungsfähig heute ein Schwarzwaldbauer sein muss, um in der
Landwirtschaft
überleben zu können. Da war von Grünland und Forstwirtschaft die Rede,
von Pferdepension und Heuhotel, von Forellenzucht und Ferien auf dem
Bauernhof.
Geselligkeit und ein
angeregter Gedankenaustausch waren danach angesagt. Für das leibliche
Wohl der Gäste, für Kaffee, Kuchen
und Gegrilltem war bestens gesorgt. Die Gäste fühlten sich alle sehr
wohl. Hubert Ziegler dankte Johannes und Christa Hildbrand mit
einer kleinen Aufmerksamkeit dafür, dass der Hock wiederum an dieser
Stelle stattfinden konnte. Abschließend lud der Vorsitzende
zur öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem
Bundestagsabgeordneten Gernot Erler, Staatsminister a.D., ein.
Termin: Freitag, 23. September um 20 Uhr im „Tannhäuser“;
Thema:
„ Moskau auf neuen Wegen?
- Russlands Politik mit Deutschland und den osteuropäischen Nachbarn“.
Eckhard Gräff, aktualisiert am 25.02.2011 um 10:09 Uhr
Hornberg - Die Pflegesituation, das
Betreute Wohnen, Einkaufsmöglichkeiten in Hornberg sowie Sport- und
Fitnessangebote, der öffentliche Nahverkehr und
Barrierefreiheit im Ort: Darüber hat der Kommunalpolitische Ausschuss
des SPD-Ortsvereins am Mittwochabend mit Hornberger Senioren
diskutiert. Insgesamt gaben die Diskussionsteilnehmer im Seniorenheim
Am Schofferpark ihrer Stadt eine Teilweise deutliche Kritik gab
es im Detail.
So beklagte Edeltraud Schreiner, Vorsitzende des Seniorenbeirats im
Schofferpark, dass mangelhaftes Schneeräumen auf dem Gelände des
Schofferparks vor allem den Rollstuhlfahrern und Bewohnern mit Rollator das Leben schwer mache. "Die Einrichtung selbst ist sehr
gut, wir sind eine tolle Wohngemeinschaft", lobte Schreiner.
Beklagt wurde auch der Lärm, den Jugendliche im angrenzenden Park
vor allem in den Sommermonaten durch Partys und laufende Motorräder
verursachten. "Hier muss die Stadt mehr für die Jugendlichen
tun, zum Beispiel mit geeigneten Treffpunkten und Räumlichkeiten",
forderte die Beiratsvorsitzende.
Nach wie vor unbefriedigend ist die Einkaufssituation in Hornberg.
"Uns fehlt der Norma sehr", brachte es Edeltraud Schreiner
auf den Punkt. Meist organisieren die Senioren untereinander das
Einkaufen, bei anderen helfen Angehörige oder Freunde. Schreiner
sprach mit ihrem Wunsch den Anwesenden aus dem Herzen: "Ich möchte
gerne selbst einmal wieder einkaufen."
"Die Stadt versucht, einen zweiten Lebensmittelmarkt nach
Hornberg zu bekommen", betonte Joachim Hurst vom VdK, der auch in
seiner Eigenschaft als Gemeinderat sprach: "Wenn wir Glück
haben, tut sich da demnächst etwas." Sport- und Fitnessangebote
seien unter anderem durch Awo, DRK und den TV Hornberg zur Genüge da
und würden auch gerne angenommen, bestätigten Rolf Hess vom TV,
Henriette Haas von der Awo und Georg Schmid vom DRK-Kreisverband übereinstimmend.
Beim öffentlichen Nahverkehr gab es einige Wünsche. So sollte in
den Fahrplänen gekennzeichnet werden, wann sogenannte Niederflurbusse
im Einsatz sind. Problematisch für Senioren sind die Busfahrten zu Ärzten
oder Physiotherapeuten in Schramberg: "Wenn man auf Busse
angewiesen ist, wird es schwierig", wurde beklagt.
Leichter ist es, mit der Bahn zu fahren. "Wenn wir uns als
Rollstuhlfahrer angemeldet haben, wird uns am Hornberger Bahnhof gut
geholfen", zogen betroffene Teilnehmer Bilanz.
Im Gespräch: links
sitzend mit Krawatte Vizepräsident Karl Silberer, stehend Hasenbauer
Johannes Hildbrand, rechts davon mit kariertem Hemd BLHV-
Kreisvorsitzender des Altkreises Wolfach Ulrich Müller
Agrarpolitisches Vesper beim Hasenbauer
Johannes Hildbrand
im
Frombach
Wie die Existenz der bäuerlichen
Familienbetriebe in unserer Region gesichert werden kann, war zentrales
Thema beim agrarpolitischen Vesper im Heuhotel des Hasenbauern Johannes
Hildbrand im Frombach. Dazu hatte der SPD-Landtagskandidat Karl-Rainer
Kopf den Vizepräsidenten des BLHV Karl Silberer, den Kreisvorsitzenden
des BLHV Ulrich Müller aus Fischerbach und die BLHV- Vorsitzenden des
ehemaligen Kreises Wolfach sowie Stadt- und Ortschaftsräte aus Hornberg
eingeladen.
Hausherr Johannes
Hildbrand erklärte in seiner Begrüßung, dass es Ziel des Abends sei,
die verschiedenen Situationen der regionalen Landwirtschaft aufzuzeigen,
denn jeder Hof habe seine eigenen natürlichen Vorraussetzungen und seine
eigene Struktur. Es bestehe ein großer Unterschied zwischen den Problemen
der Landwirtschaft in Bergregionen mit Steillagen wie in Reichenbach und
den teils offenen Lagen wie in Biberach. Eines sei allen gemeinsam: Ohne Fördermittel
sei eine Existenz nicht mehr möglich.
BLHV- Vizepräsident Karl
Silberer aus Schuttern unterstrich dies, indem er feststellte, dass sich die
landwirtschaftlichen Betriebe im Bereich des Regierungspräsidiums Südbaden
seit 1980 von fast 40 000 auf 18 124 verringert hätten. Der enorme
Preisverfall für Lebensmittel von 1950 bis heute habe mit dazu
beigetragen. Vom eigenen landwirtschaftlichen Produkt allein könne man
nicht existieren, deshalb sei man auf Ausgleichszahlungen angewiesen. Mit
der Offenhaltung der Landschaft erfüllten die bäuerlichen Betriebe einen
wesentlichen Beitrag für den Wirtschaftsfaktor Fremdenverkehr. Deshalb müssten
neben Förderprogrammen auch die Baumöglichkeiten erleichtert, d.h. die
Landesbauordnung müsse angepasst werden.
BLHV- Kreisvorsitzender
Ulrich Müller riet, dass sich Landwirte breit aufstellen müssten, um
langfristige Perspektiven zu haben, sonst sei die Landflucht nicht zu
stoppen. Dazu gehöre als entscheidender Faktor die Planungssicherheit
durch den Gesetzgeber, sonst könne die Hofnachfolge nicht gewährleistet
werden.
Eine durchgehende Meinung
war, dass sich die Bevölkerung der Situation der Landwirtschaft nicht
ausreichend bewusst sei und dass alle gesellschaftlichen Kräfte doch
bestrebt sein müssten, eine gesunde Landwirtschaft zu erhalten.